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Dienstabend: Do. 16.02.2012 - 19:30



 


Chronik

 

 

 

Neben vielen verheerenden Bränden, von denen auch Pritzwalk nicht verschont blieb, hier seien nur die größten Stadtbrände erwähnt, wie zum Beispiel am 26.03.1462, als die Hälfte der Stadt in Schutt und Asche gelegt wurde oder am 01. November 1821, als ausgehend von der Scheune des Ackerbürgers Hinke in der Mauerstraße nahe dem Buchholzer Tor nach vergeblichen Löscharbeiten 7/8 der Stadt in Flammen aufgingen, gab es in der mehr als 740 jährigen Stadtgeschichte auch viele Brände kleiner und mittlerer Größe, die sich leicht zu ähnlichen Großbränden hätten entwickeln können. Hier war nur großes Glück im Spiel, denn die sporadischen Ansätze eines Feuerlöschwesens in der Stadt und fehlende technische Ausrüstung ließen den guten Willen der Bürger und des Magistrats, in dieser Hinsicht etwas zu tun, von vornherein zum Scheitern verurteilt sein.

Nachdem im Jahr 1871 nachmals bei drei Bränden insgesamt sieben Gebäude der Stadt den Flammen zum Opfer fielen und die bis dahin in Pritzwalk existierende sogenannte Bürgerfeuerwehr wenig gegen das Feuer ausrichten konnte, schien das Maß voll, die Angst vor dem Verlust des eigenen Besitzes und auch das Interesse für das Gemeinwesen gaben wohl den Anstoß zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Am 10. März 1872 fanden sich fortschrittliche Bürger der Stadt Pritzwalk zusammen, um einen entsprechenden Antrag an den Magistrat der Stadt zu stellen.

 

10. Mai 1872

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Pritzwalk

425 Taler Beihilfe für die Erstausstattung der Feuerwehr bewilligt

 

Alarmhorn Heinrich Benzien

01. Aug. 1872

Organisierung der Freiwilligen Feuerwehr abgeschlossen
Sommer 1883

Bei einem Besuch des Direktors der Städte-Feuer-Soizität in Pritzwalk und einer aus diesem Grunde abgehaltenen Übung versicherte dieser, dass die Pritzwalker Feuerwehr neben der bekannten Cottbuser Wehr (ausgenommen die Berufs­feuerwehren) die beste der Provinz Brandenburg sei.

 

220 aktive Mitglieder, 4 Feuerspritzen und eine Zubringerspritze

1894

Ein Stall hinter dem Rathaus dient als Gerätehaus.

   
207 aktive Mitglieder
10 Führer und Vorstandsmitglieder
25 Steiger
26 Feuerwehrmänner
123 Spritzenmänner
22 Wach- und Ordnungsmannschaften
4 Hornisten
   
4 Wagenspritzen mit Saugwerk
2 Zubringerspritzen
13 zweirädrige Wasserwagen
1 vierrädriger Wasserwagen
500 Meter Schlauch
3 Einschlagleitern
2 Dachleitern
2 Steckleitern
1 mechanische Schiebeleiter (629 Mark)

Steigercorps
1897

ein neuer Schlauchwagen (100 Mark) und eine neue Spritze (1150 Mark) wurden angeschafft

   

 

 
Entwurf & Umsetzung: net-IT Service, Pritzwalk | Grafikstudio M, Wittstock